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Nachhaltig Bauen – ein Konzept von gestern?

Nachhaltig Bauen – ein Konzept von gestern?

Die moderne Welt stellt uns vor viele Hindernisse. Zumindest zwei dieser Probleme scheinen Hand in Hand zu gehen: der immer stärker wachsende Wohnungsmangel und der stetig voranschreitende Klimawandel. Beides bedroht unsere Existenz und verschlechtert dabei zunehmend die Lebensqualität jedes einzelnen von uns. Nachhaltiger zu bauen stellt hier eine Lösung dar, die gleich zwei Problemungetüme mit einer Holzplatte zu erschlagen vermag. Wie nachhaltig dieser Traum eines jeden Architekten aber tatsächlich ist und wie er umgesetzt werden kann, das wird unser heutiges Thema sein.

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Die Wohnungsapokalypse: ein Schauermärchen in zwei Akten

Das Grauen des Wohnungsmarktes ist mittlerweile jedem ein Begriff. Der Wohnraum fehlt, und das in ungeheuren Mengen. Die Lösung ist den meisten klar: Wir müssen mehr bauen. Genau das ist in den letzten Jahrzehnten auch geschehen, doch als Resultat stehen wir nun vor meterhohen grauen Häuserwänden, die sich bis zum Horizont hin ausbreiten. In diesen modernen Städten ohne Persönlichkeit dienen nur noch die historischen Bauten als Touristenattraktion. Die neuen Häuserblocks hingegen bringen selbst den freudigsten Clown zum Weinen.

Hässlich, überfüllt und einsam

Mit der Frage, warum unsere modernen Städte so hässlich und unbehaglich sind, haben sich viele Experten lange beschäftigt. Die Gründe: Die hässlichen Hausgiganten werden angefeuert von seelenlosen Investoren, denen nichts über die Rendite geht – und von uns. Das Konzept der Nachbarschaft ist uns als Gesellschaft aus dem Ruder gelaufen. Von dem Wunsch eine intakte regionale Gemeinschaft zu schaffen ist nichts mehr übrig. Stattdessen suchen wir die Einsamkeit. Wer auf ein großes Einfamilienhaus in der abgeschiedenen Wildnis verzichten muss, der verlangt zumindest nach dicken Decken und Wänden in seiner Stadtwohnung. Denn der Nachbar geht mich nichts an, besser also ich bekomme nichts von ihm mit.

Unser Planet Erde – nur ein Loch?

Diese Haltung der Abschottung nagt aber nicht nur an unserem Sozialleben, sondern auch an unserer Umwelt. Immer mehr Material stecken wir in unsere Gebäude und beuten dabei die Ressourcen der Welt rücksichtslos aus.

Rohstoffe, wie Kupfer beispielsweise, haben wir bereits unwiederbringlich verschluckt und weitere werden folgen. Besonders knapp sind mittlerweile auch Zinn und Zink geworden. Die Erde ist ein Loch für uns, in dem wir fröhlich graben und immer mehr davon mit nach Haus nehmen. Kürzlich fand unser Sandproblem große mediale Beachtung, bevor dieses Thema wieder in Desinteresse unterging. Doch es ist wahr: Für die Herstellung unseres geliebten Betons graben wir den Meeren den Sand unter den Füßen weg. Die katastrophalen Folgen der dadurch entstehenden Krater erfahren die Menschen an den Küsten zuerst. Ihre Häuser sind es, die durch die nachrutschende Erde in die Ewigkeiten der Fluten gerissen werden.

Wo bleibt die Holzutopie?

Warum uns diese Themen alle angehen? Weil wir durch die Ausnutzung unseres Planeten auch unseren eigenen Lebensraum zerstören. Zwar sitzen wir noch sicher in der zweiten Reihe, doch wurden die ersten einmal von unbarmherzigen Naturkatastrophen ausgelöscht trifft es auch uns. Die utopische Lösung verspricht ein in Vergessenheit geratener Baustoff: Holz ist in vielen Fällen den heute üblichen Stahl- und Betonkonstruktionen überlegen. Massive Holzbauten halten nicht nur in Brandfällen den hungrigen Flammen deutlich länger Stand, sondern sind aufgrund ihrer mangelnden Wärmeleitfähigkeit auch weniger auf teure und giftige Dämmmaterialien angewiesen.

Dieses Multitalent der Baukunst haben Architekten bereits seit einiger Zeit wiederentdeckt. Da Holz sehr leicht ist und es sich dabei um einen nachwachsenden Rohstoff handelt, scheint es perfekt zu sein, um unserem Wohnraumproblem den Kampf anzusagen. Schnell lassen sich hohe Holzhäuser errichten, oder einzelne Stockwerke aus Holz auf bereits bestehende Betongebilde aufsetzen. Auch kleine Änderungen vergibt Holz leichter. Denn anstatt eine massive Steinmauer einzureißen, um eine Balkontüre einzubauen, reicht ein einfaches Aussägen der Wand. Zudem reinigt Holz auf natürliche Weise die Luft, da es CO2 speichert.

Nachhaltig Bauen

Realitätscheck: das unmögliche Utopia

Was wird nun also aus dem Traum der modernen Holzhäuser mit begrünten Dächern, die die Städte aufrüsten sollten, um den grauen Smog zu vertreiben? Warum sind unsere Städte nicht schon längst voll von diesen wunderschön verarbeiteten Bauminnereien, wenn diese doch nur Vorteile bieten? Der Grund hierfür ist einfach, aber auch komplex. Wo die Politiker in den letzten Jahren versagten und unbedachte Eigentümer, Investoren und Bauunternehmer nach Belieben bauen ließ, kommt jetzt die große Abrechnung. Zwar erkennen immer mehr Menschen die Vorteile des Holzbaus, doch jetzt stehen sie vor einem anderen Problem: Die Holzpreise halten der wachsenden Nachfrage nicht mehr Stand und schießen in die Höhe.

Mit steigenden Preisen gegen die Klimalösung

Wer in den letzten Monaten einen kurzen Blick in die Nachrichten riskiert hat, der weiß um die Sorgen der Bauunternehmer. Der Preis für verarbeitetes Holz stieg zuletzt so sehr, dass bereits kleine Mengen unbezahlbar scheinen. Schuld daran trägt der Handel auf dem Weltmarkt, aber auch die Politik, die bislang den Fichteneinschlag durch Gesetze künstlich zurückgehalten hat und somit das Angebot schmälert. Wann sich der Holzpreis wieder stabilisieren wird ist unter den Experten umstritten. Manche sprechen von einigen Jahren, andere gehen von einem knappen Jahrhundert aus. Wie lange diese Preisschwankungen anhalten werden ist also ungewiss.

Nachhaltig Bauen – Ein Ausblick

Bedeute das, das Konzept des nachhaltigen Bauens liegt vorübergehend auf Eis und dass sich Immobilien als Investment moralisch und finanziell nicht mehr lohnen? Oder scheint alles sogar unwiederbringlich verloren? Die aktuellen Entwicklungen sind harsch, aber kein Grund für Bitterkeit. Neben dem bloßen Abwarten haben Sie als Immobilienbesitzer noch einige andere Möglichkeiten Ihren nachhaltigen Bautraum zu verwirklichen. In den nächsten Wochen zeigen wir Ihnen welche das sind und wie niederländische Architekten dabei helfen können auch Ihr Haus vor drohenden Umweltkatastrophen zu schützen.

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