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Eigenkapital für den Immobilienkauf – Wie viel? Und geht’s auch ohne?

Eigenkapital für den Immobilienkauf – Wie viel? Und geht’s auch ohne?

Unsere Kapitalgesellschaft funktioniert nach klaren Regeln: Wer etwas besitzen möchte, der braucht das nötige Kleingeld dafür. Kein Geld, oder nicht genug bedeutet im Umkehrschluss, dass man das gewünschte Objekt nicht haben kann. Da langwieriges Sparen oder gar der Verzicht auf das gewünschte Objekt für viele unliebsam oder gar nicht möglich ist, gibt es Kredite. Mit verschiedenen Finanzierungsvarianten kann man sich Geld von einer Bank leihen, um sich damit etwas zu kaufen. Am beliebtesten sind Kredite, wenn es um den Kauf von Immobilien geht. Aber wenn Sie sich das Geld dazu einfach leihen können, wozu brauchen Sie überhaupt noch Eigenkapital?

Wir erklären Ihnen warum ausreichend Eigenkapital beim Hauskauf so wichtig ist, welche Ihrer Rücklagen als Eigenkapital zählen und wie Sie sich den Traum vom Eigenheim erfüllen, auch wenn Sie kein Eigenkapital haben.

Warum Eigenkapital bei der Immobilienfinanzierung wichtig ist

Ein Immobilienkauf ist mit hohen Risiken verbunden. Für die meisten Menschen ist der Kauf des eigenen Hauses die größte finanzielle Investition, die sie in ihrem Leben jemals tätigen werden. Mit den jährlich steigenden Immobilienpreisen übertreffen die Kosten für ein Haus mittlerweile auch die Ersparnisse von Besserverdienern. Eine Finanzierung ist für viele also unumgänglich auf dem Weg zum Eigenheim. Und das ist sicher auch ohne Eigenkapital möglich. Schließlich kann die Immobilie im Falle eines finanziellen Engpasses immer noch verkauft werden und schon ist das Geld wieder parat, oder?

Finanzielle Hürden auf dem Weg zu Eigenheim

In der Theorie ist das ein schöner Gedanke. Die steigenden Immobilienpreise scheinen diesem Szenario sogar noch in die Hände zu spielen. Vielleicht lässt sich damit sogar etwas Gewinn machen? All diese Überlegungen beruhen jedoch auf einem entscheidenden Irrglauben: Die tatsächlichen Umstände der Welt, in der wir leben, werden nicht mitbedacht.

Die Realität stellt Immobilienkäufern und Besitzern in der Regel noch ein paar Hindernisse in den zuvor so blumig ausgemalten Weg. Denn der bloße Kaufpreis des Hauses ist nicht der einzige Kostenfaktor beim Immobilienkauf. Daneben warten auf den zukünftigen Besitzer noch die Nebenkosten:

  • Die Grunderwerbssteuer mit 5 % des Kaufpreises (d.K.)
  • Notarkosten mit ca. 1,5 % d.K.
  • Grundbuchkosten mit ca. 0,5 % d.K.
    Eventuelle
  • Maklergebühren mit max. 3,75 % d.K.

Insgesamt belaufen sich die Nebenkosten beim Immobilienkauf also auf bis zu 13 % des vereinbarten Kaufpreises. Die tatsächlichen Kosten für die eigenen vier Wände erhöhen sich also noch um diesen nicht zu vernachlässigenden Betrag.

Bei einem notgedrungenen Verkauf ist es unwahrscheinlich, diese Ausgaben wieder gutzumachen. Dies gilt besonders dann, wenn der Verkauf unter Zeitdruck steht oder es sogar zu einer Zwangsversteigerung kommt. In diesen Fällen helfen auch explodierende Immobilienpreise nicht.

Um diesen Verlust beim Hausverkauf zu kompensieren ist es also wichtig, dass Sie zumindest ein Eigenkapital in Höhe der Nebenkosten in die Finanzierung also ca. 20 % des Kaufpreises miteinbringen. Je mehr Eigenkapital Sie dabei einbringen können, desto weniger Risiko müssen Sie in Kauf nehmen. Ebenso lassen sich die anfallenden Zinsen durch ein höheres Eigenkapital verringern.

Was zählt zum Eigenkapital?

Unter dem Terminus Eigenkapital fallen alle finanziellen Rücklagen, die Sie besitzen. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Rücklagen auf dem Tagesgeld – oder Festgeldkonto 
  • Bausparverträge
  • bereits schuldenfreie Grundstücke oder Immobilien
  • Fondssparpläne oder Aktien
  • Private Kredite

Alle finanziellen Rücklagen sollten Sie allerdings nicht in den Immobilienkauf stecken. Schließlich sind finanzielle Notfälle, wie ein kaputter Kühlschrank oder ein Werkstattaufenthalt des eignen Autos, nie auszuschließen. Für diese Fälle ist es hilfreich mindestens drei Monatsgehälter als Polster für monetäre Engpässe aufzubewahren. Dies ist auch bei der Baufinanzierung eine wichtige Strategie, um kostspielige Bauabschnitte und die Kosten für neue Einrichtungsgegenstände gut zu überstehen.

Immobilienkauf ohne Eigenkapital

Für viele Menschen ist es besonders in jungen Jahren kein leichtes Unterfangen, genügend Geld zur Seite zu legen, um ausreichend Eigenkapital für den Hauskauf anzusparen. Grundsätzlich ist es möglich einen Immobilienkauf auch ohne oder mit nur sehr wenig Eigenkapital zu finanzieren. Hierbei tragen Sie und auch die Bank jedoch ein höheres Risiko. Mit einem satten Aufschlag auf den Zinssatz, versucht die Bank ihr eigenes Risiko zu schmälern. Für Sie bedeutet das, dass bei einem Immobilienkauf ohne oder mit wenig Eigenkapital Ihre Gesamtkosten merklich steigen.

Voraussetzungen für die Finanzierung ohne Eigenkapital

Aufgrund des erhöhten Risikos vergeben Banken nicht an jeden einen Kredit ohne Eigenkapital. Pflichtvoraussetzungen hier bei sind:

  • Ein festes und hohes Einkommen
  • ein sicherer Arbeitsplatz

Angestellte im öffentlichen Dienst oder Beamte haben die besten Chancen auf ein Finanzierungsangebot ohne Eigenkapital Als Angestellter mit kleinerem Einkommen oder gar als Selbstständiger müssen Sie für gewöhnlich in der Lage sein mindestens die Kaufnebenkosten mit eigenen Mitteln abzudecken.

Um aufgrund der erhöhten Zinssätze bei der Immobilienfinanzierung ohne Eigenkapital sicherzustellen den besten Zinssatz zu erhalten, ist es wichtig, dass Sie sich besonders viel Zeit für das Vergleichen der Angebote nehmen.

Sie wollen noch mehr hilfreiche Immobilientipps? Unsere Immobilienprofis stehen Ihnen gerne für ein unverbindliches Beratungsgespräch zur Verfügung!

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